Einstieg für sportliche Aufsteiger: mak 7

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Wie kommt man ausgerechnet auf die mak 7? Nun bei jedem Segler kommt früher oder später der Zeitpunkt, da will man nicht nur raus auf ein neues Revier, sondern auch weg von der Jolle oder dem kleinen Kielboot – wie zum Beispiel der mak 7. Nicht einmal ein Jahr nach der Prüfung zog es uns nun heraus auf das größeres. Wir hatten schon viele Boote gesegelt – mit der Ausnahme von einer Neptun 22 und einer Delanta 80, die wir jeweils mit einer mindestens 4 Mann/Frau starken Crew gesegelt sind, war das größte Boot, welches bislang von uns beiden Landratten gesegelt wurde eine Sailhorse. Die Sailhorse ist ein gutmütiges, offenen Kielboot und mit 6,13 m LüA und 495 kg Gewicht allerdings nicht wirklich ein Dickschiff. Wir mögen das sichere Segeln und die Nähe unserer Segelschule zu Tactix hat uns immer mal wieder einen Blick auf die mak 7 werfen lassen. Spätestens nach dem Besuch auf der Boot 2014 in Düsseldorf war für uns klar – wir wollen die mak 7 segeln.

Vom Virus infiziert

Kürzlich war es so weit. Ein Wochenende auf einer mak 7 stand vor uns. Kurz vor der Abreise dann die kleine Panik-Attacke. Ja, man hat alles mal gelernt, aber irgendwie ist das doch anders als bisher. Das Gewicht des Bootes ist das dreifache der für uns üblichen Masse, die wir vom Wind durch die Gegend schieben lassen, die Kombination mit Außenborder und Pinne ist auch was anderes als wir mal gelernt haben und überhaupt verhält sich so ein Segelboot doch ganz anders als das was wir bisher kannten. Gut, wenn man dann beim Vercharterer (Sun Sailing Müritz) ein Skippertraining buchen kann. Wir haben uns die Option offen gelassen, vor allem für viel Wind. Am Anreisetag dann die Entscheidung – wir versuchen es so. Sicherlich war es an der Stelle auch gut, einfach ein gutes Gefühl bei der Übergabe zu bekommen.

Samstag morgen, 20 Grad, Wind um die 10 Knoten aus Nord bis Nordwest – raus geht es. Langsames Ablegen (durch vorsichtiges Abstoßen), aber dennoch den Motor zur Sicherheit gestartet – raus aus der Box und auf geht’s Richtung Hafenausfahrt. Direkt am Ende des Stegs die erste Überraschung. 1,5 Tonnen, die wie eine Jolle reagieren und bei starkem Rudereinschlag fast auf der Stelle drehen – das kann ein Spaß werden…

Also raus aus dem Hafen, Segel setzen und los. Bei 8 bis 10 Knoten vor dem Wind geht es gemütlich über die Müritz. Der erste Eindruck bestätigt sich schnell. Das Boot ist gutmütig und präzise, fühlt sich aber zu keinem Zeitpunkt unsicher an. An der Kreuz fallen neben dem kleinen Wendewinkel vor allem der nicht vorhandene Ruderdruck auf, sowie das durchgehend  sichere Gefühl. Selbst als der Wind auf gute 15 Knoten, in Böen 18 bis 20 Knoten auffrischt läuft die mak 7 ruhig über die kabbelige Müritz. Unsicheres Gefühl? Fehlanzeige! Vor allem ist es eins: Spaß! Während die Friendships und Jantars des gleichen Vercharterers gerefft und kurz darauf unter Motor den Weg zum Hafen suchen und sich die Müritz langsam leert, ziehen wir unter Vollzeug unsere Bahnen hoch am Wind und haben den bisher schönsten Segeltag unseres noch kurzen Seglerlebens.

 

Überzeugende Argumente der mak 7

Im Cockpit ist alles genau dort, wo man es erwartet. Die Fallen sind über das Kajütdach geführt, die Großschot auf einem Block angeschlagen der auch zum Abstützen  verwendet werde kann. Die Cruise hat in der Serienausstattung keinen Traveller und dadurch viel Platz im Cockpit. Ebenfalls nur in der Variante Cruise gibt es zwei über 2 Meter lange Bänke im Cockpit die auch über 2 große Backskisten verfügen. Stauraum ist auf gerade einmal 7,5m wichtig und auf jeden Fall zur Genüge vorhanden. Die Winschen sind gut platziert, stören nicht beim Sitzen auf der hohen Kante und erlauben gleichzeitig einen angenehmen Zugwinkel um die Fockschoten dicht zu holen, ohne sofort die Kurbel bedienen zu müssen.

Auch unter Deck findet man erstaunlich viel Platz für die Bootsgröße. Stehhöhe ist nicht zu erwarten und auch nicht wirklich nötig. Jeder Winkel wird als Stauraum genutzt, wenn man nicht zu viert unterwegs ist, kann auch eine der beiden Hundekojen als Stauraum genutzt werden. Ansonsten findet man den nötigen Platz unter allen Polstern und in den teilweise vorhandenen Schwalbennestern versteckt. Eine Nasszelle erwartet und braucht man auf diesem Boot nicht. 60 Liter Wasser für die Spüle, ein Spirituskocher und bei Bedarf eine Kühlbox und eine Chemietoilette sind auf einem sportlichen und tourentauglichen Daysailer absolut ausreichend und auch mal ein Wochenende oder eine Woche mit mehr als zwei Erwachsenen unterwegs zu sein.

Besonderes Highlight des Bootes: Ab Werk ist es mit einem Huber mit 1,5 Tiefgang ausgestattet. Das verspricht nicht nur ein enormes aufrichtendes Moment, welches wir nach der Fahrt mit 90 cm Festkiel nur erahnen können,  sondern auch noch erheblich mehr Höhe. Durch das Gesamtgewicht von 1350 kg ist das Boote auch noch mit einem 1,8t-Einachstrailer trailerbar und laut Tactix in Berlin auch auf guten Slipanlagen sogar noch slipbar, auch wenn das Kranen empfohlen wird um problemlos die Auflagefläche zu treffen.

Am Ende  des Segeltages ist klar: Es macht nicht nur Spaß, sondern es ist schnelles, sportliches Segeln mit dem Komfort einer kleinen Fahrtenyacht. Eine gelungene Mischung, die jeden der zwischen der Entscheidung für eine kleine Fahrtenyacht oder einem reinen Sportboot steht.

Ein besonderer Dank gilt Tactix dafür, dass wir die Pressefotos nutzen können.

Technische Daten (mak 7 Cruise)

 

LüA: 7,50m
Breite: 2,50m
Mast: 9,50m über Deck
Tiefgang: 0,4 – 1,59 m
Gesamtgewicht: 1350 kg
Hubkiel: 400 kg
Großsegel; 18,9 qm
Vorsegel: 12,8 qm
Spinnacker symmetrisch: 45 qm
Gennaker asymmetrisch 55 qm
Motorisierung: Außenborder, max. 5 PS
CE-Kategorie: C
Personen: max. 6
Preis: ab 29.600,00 Euro

 

Weitere Links zur mak 7

Wer jetzt Blut geleckt hat und mehr zu mak 7 wissen möchte dem helfen sicher die folgenden Links 😉

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1 Antwort

  1. danke für diesen Beitrag, habe ihn heute durch Zufall gelesen, darf ich ihn zu Werbezwecken nuten ,bitte schickt den Beitrag mir auf meine E-mail Adresse !
    mit seglerischen Grüßen
    Thomas Philipp

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