Des Seglers warme Kleider

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Des Seglers warme Kleider – lieber Neopren- oder doch Trockenanzug? Mit dieser Frage sieht sich wohl jeder konfrontiert, der abseits der reinen Sommer-Segelei auch zu kühleren Jahreszeiten segeln will. Doch was braucht man wirklich? Im Internet findet man zahlreiche Foreneinträge und Diskussionen, nur fällt es mir schwer die richtigen Informationen vom Seemannsgarn zu trennen. Im Moment habe ich zwar noch keine Möglichkeit im Winter oder Frühjahr zu segeln, aber so ein eigenes Boot findet sich ja schnell 🙂 . Und da ja im Herbst die Wassertemperatur auch nicht mehr so angenehm ist schaue ich schon mal nach geeigneter Kleidung.

Segelkleidung für kalte Tage

Segelkleidung für kalte Tage

Für Geld bekommt man natürlich alles, die Frage ist aus meiner Sicht jedoch immer … was brauch ich wirklich? Und vor allem – was hält mich wirklich richtig warm. Denn ist man erst mal nass und durchgefroren, wird der Spaß schnell zu einer Lebensgefahr.

Neopren vs. Trockenanzug – für Kat- und Jollensegler

Je mehr Segler man fragt, umso mehr unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen hört man. Mir persönlich gefällt das 🙂 , denn ich traue solchen Erfahrungen mehr als Avataren und Pseudonymen in Foren 😛 . Neben den Meinungen die ich vor Jahren mal im ASV Berlin gehört habe, habe ich mich vor wenigen Wochen mal in einer Segelgruppe bei Facebook umgehört und war gespannt auf die Antworten.

Wie zu erwarten, fielen die recht vielfältig aber so wie ich es sehe auch sehr klar aus. Die meisten bevorzugen einen klassischen Trockenanzug in Kombination mit geeigneter Funktionsunterwäsche und Fleecepullover. Eine kleine Einschränkung ist dabei jedoch die Bewegungsfreiheit, darauf sollte man beim Kauf auf jeden Fall achten.

Toni: Neo kann schnell kritisch werden, musste mal zwei Kumpels einsammeln weil der Mast im Schlick steckte und sie haben es nicht mal mehr geschafft sich 30 cm übers Freibord zu ziehen. Zeit im Wasser waren etwa 20 Minuten mit 5mm Neopren-Anzug und 8mm Neopren-Schuhen, natürlich haben die in den 20 Minuten auch geackert wie die Blöden um den Mast frei zu kriegen.

Henk: Ich war schon Heiligabend bei Frost mit einem Neo los. War ein 8 mm.

Moritz: Wenn’s drauf ankommt, nehme ich den Trockenanzug. Ordentliche Funktionsunterwäsche + evtl. Fleece und du kannst auch bei Saukälte mal ins Wasser fallen und danach weiter machen. Außerdem ist ein trockener Hintern, finde ich, auch nicht zu vernachlässigen! Einziger Nachteil ist die Bewegungsfreiheit. Da ist selbst ein dicker Neo angenehmer mit Trapez und Schwimmweste. Wobei ich auch nicht mehr als 5mm Neo ausprobiert habe, das sieht vllt. bei 8mm schon wieder anders aus.

Barbara: Beides schon probiert, für mich ist Neo angenehmer. Probiere es aus, ist sehr individuell. Im Bekanntenkreis 7 : 6 für Neo.

Danke an alle “Facebook-Segler” für das super Feedback!!

Eine warme Alternative zum Trockenanzug ist der Neoprenanzug. Jedoch war die Empfehlung ganz klar – er sollte mindestens 8 mm haben. Ich habe schon oft gehört, dass es Segler gibt die einfach 2 Neoprenanzüge übereinander anziehen um warm zu bleiben. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass es dann noch bequem wird, aber es scheint warm zu halten.

Ölzeug ehr für Segelyachten

Im Moment habe ich nur Inshore Ölzeug. Das reicht wenn man im Herbst etwas Gischt abbekommt oder es den halben Tag regnet. Doch ohne gute Funktions(unter-)wäsche hält das Ölzeug nicht warm, geschweige denn man fällt ins Wasser. Daher ist Ölzeug wirklich nur etwas für Yachtensegler – wen wird es wundern 🙂 . Wenn es um die Hersteller von Ölzeug geht treffen ja oft verschiedene Meinungen aufeinander. Da ich nicht unbedingt tagelang bei schlechtem Wetter unterwegs bin und mich meist auf der Havel herumtreibe, habe ich mich für Segelkleidung von Decathlon entschieden. Ich habe mir vor über einem Jahr eine Tribord Segeljacke und eine Segelhose gekauft (beides je ca. 40 Euro) und habe es nicht bereut. Mit der passenden Funktionswäsche darunter (die man meiner Meinung nach auch bei anderen Herstellern bräuchte) bin ich damit problemlos bis in den Herbst gesegelt 🙂 . Mir fehlt zwar der Vergleich, aber ich würde für den Offshore Bereich vermutlich schon Hersteller wie Gill, Musto oder Helly Hansen vorziehen.

Meine Segeljacke

Meine Segeljacke

Meine Segelhose

Meine Segelhose

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4 Antworten

  1. Smutje Rosa sagt:

    Ahoi Capitain,
    ja die Verwirrung mit der Klamotte ist groß. Lustigerweise habe ich so ungefähr zur gleichen Zeit wie Du -unbekannterweise – eine Zusammenfassung über die verschiedenen Segelklamotten-Modelle geschrieben. 🙂
    http://www.sy-safari.de/oelzeug-atmungsaktiv-winddicht-warm

    Deinen Blog habe ich nun erst gerade entdeckt …. Informativ gemacht. Gratuliere. Ich folge Dir ..
    Beste Grüße, Ulli

  2. Kielschwein sagt:

    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Klappe halten. Nur sinnloses Geschwafel ohne Informationsgehalt.

    • webmaster sagt:

      Hallo Kielschwein. Schade, dass du es so siehst. Aber jeder hat natürlich das Recht auf seine eigene Meinung. Ich würde mich natürlich freuen, wenn du deine Erfahrungen hier beisteuerst. Ziel war es, mich einfach mal nach der Erfahrung von Mitseglern umzuhören. Weil man oft unentschlossen ist was man kaufen soll. Von daher bist du herzlich eingeladen auch deine Erfahrungen hier mit zu teilen um den Informationsgehalt etwas zu steigern.
      Ahoi der Captain

  1. 7. Februar 2016

    […] oder sich ausführlich beraten zu lassen. Ein Meinungsbild verschiedener Segler kannst du in einem früheren Artikel von mir […]

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